Trainingszeiten

Ihr könnt mit uns bei der Freien Turnerschaft Würzburg e.V. (Mergentheimer Str. 13c) immer montags, ab 19:00 Uhr Lacrosse spielen.

Aktuelle Ergebnisse

Herren:

1. Bundesliga Süd 2017/18 - Hinrunde:
23.09. FTW vs. Rhein-Neckar A 11:7
30.09. FTW vs. Erlangen A 8:13
08.10. FTW vs. München A* 11:16
22.10. FTW vs. Tübingen A* 16:5
28.10. FTW vs. Freiburg A*
04.11. FTW vs. Karlsruhe A*
11.11. FTW vs. Stuttgart A

(*Heimspiel)

Adh-Open:
4. Platz 2016
1. Platz 2015
1. Platz 2014

Damen:

1.Landesliga Bayern 2016/17:
FTW – SG Regensburg/Passau 6:7
FTW – SG Erlangen/Bayreuth/Nürnberg 13:5
FTW – SG Regensburg Passau 9:6
FTW – SG München C Ingolstadt 11:6
Adh-Open:
1. Platz 2016
2. Platz 2015
2. Platz 2014
1. Platz 2013

Kontakt

Damenteam:
damen@wuelax.de

Herrenteam:
herren@wuelax.de

Sonstiges:
kontakt@wuelax.de

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FTW

2009: Liga-Debüt und die Goldene Generation

2009 war das Jahr der Debüts für Würzburg Lacrosse. Nicht nur Pinnies, Teamfarbe und die Lok waren neu – wir wagten uns auch erstmals auf den Rasen!  Im Mai tuckerten wir in zwei von der Uni bereitgestellten weinroten Kleinbussen in Richtung Trier um am Turnier um den klangvollen „Karl-Marx-Pokal“ unsere Premiere auf dem Lacrosse-Feld zu feiern. Im allerersten Spiel der Würzburger Geschichte traten wir gegen die Kaiserslautern Lumberjacks an und nahmen gleich etwas Zählbares mit: 2:2 hieß der Endstand. Euophorisiert von diesem ersten Punkt schlossen wir das Turnier mit einem respektablen 6. Platz (von 9 Teilnehmern), allerdings ohne einen Sieg ab. Anders als auf dem Platz präsentierten wir uns am Trichter jedoch vom ersten Schluck an auf Augenhöhe mit der Konkurrenz und nutzten eine der bis dato seltenen Gelegenheiten, uns mit Lacrosse-Spielern aus anderen Städten auszutauschen (unter anderem einem Münchner Rookie namens Wolfi, den der eine oder andere heute als Teil der Natio kennt).

Das Team das beim KMP in Trier erste Spielerfahrung sammelte. Obere Reihe: Andi Beck, Martin Haller, Sebi Friebel, Moe Schwengber, Steffen Jakel Untere Reihe: Wutscho Butsch, Manuel Häußler, Ludwig Müller, Till Schikowski, Thomas Kunz

Das Team das beim KMP in Trier erste Spielerfahrung sammelte. Obere Reihe: Andi Beck, Martin Haller, Sebi Friebel, Moe Schwengber, Steffen Jakel
Untere Reihe: Wutscho Butsch, Manuel Häußler, Ludwig Müller, Till Schikowski, Thomas Kunz

Nun waren wir aber erstmal angefixt und wollten mehr. Wir fanden bald heraus, dass es einen regulären Spielbetrieb in Deutschland gab und loteten die Möglichkeiten aus, bald selbst schnell daran teilnehmen zu können. Voraussetzung dafür: Anschluss an einen Verein als eigenständige Abteilung. Ludwig schrieb also fleißig Würzburger Vereine an und der Rest ist Geschichte: Wir beim sympathischsten, familiärsten und geilsten Club der Welt, den Freien Turnern Würzburg e.V. in der Mergentheimer Straße unser zu Hause und wollen nie mehr weg!

Die Premieren rissen daraufhin nicht ab. Um Spielerfahrung zu sammeln und Anschluss an die nationale Szene zu finden, schickten wir eine kleine aber feine Delegation zu den Passau Open, einem prestigeträchtigen Großfeldturnier. Dort traten wir in einem wild zusammengewürfelten Pick-Up-Team an und sahen nicht viel Land. Außer Davids Black-Monsta-Aufritt und dem einzigen Würzburger Treffer durch Till nahmen wir nicht viel Zählbares mit. Als deutlich wertvoller erwiesen sich jedoch die Kontakte, die wir knüpften.

Diese trugen nämlich unmittelbar Früchte. Am 10. August 2009 reisten wir zu den bundesliga-erfahrenen Tribesmen Erlangen. Nachdem wir zu elft zum Freundschaftsspiel angetreten waren und absolut chancenlos 0:8 verloren hatten, wurde bei der anschließenden Grill-Session die neugegründete SG Würzburg/Erlangen begossen.

Damit waren alle Hürden für die Teilnahme am Ligabetrieb genommen – bis auf eine: Eine gehörige Prise Selbstvertrauen. Mit dem Bayernticket ging’s am 12. September nach Ingolstadt, wo wir nicht die Panthers und die Schnitzel in ihrer Gaststätte kennen und lieben lernten und Freunde in Martin Zylla & Co Freunde für ein Lacrosser-Leben fanden, sondern auch den ersten Würzburger Sieg in einem Freundschaftsspiel einfuhren.

So gerüstet fieberten wir unserem Debüt in der Bundesliga Süd, der damals einzigen Spielklasse im Süden, entgegen. Dass wir an jenem 26. September Geschichte schreiben sollten, das konnten wir natürlich nicht ahnen. Im ersten Spiel des Tages standen wir den Konstanz Seagulls gegenüber. Getragen von einem frühen 1:0 durch Captain Manuel Häußler spürten wir, dass hier etwas zu holen war. Das intensive Spiel stand bis ins 4. Viertel hinein 2:2-Unentschieden, ehe Steffen Jakel den umjubelten 3:2-Führungstreffer erzielte. Danach ließen wir uns das Ding nicht mehr nehmen: Endstand 4:2, erstes Spiel, erster Sieg (hier in voller Länge nachzulesen)!

1,2,3 TEAM - zum ersten Mal! In Heidelberg und mit den Tribesmen-Trikots.

1,2,3 TEAM – zum ersten Mal! In Heidelberg und mit den Tribesmen-Trikots.

Bereits im zweiten Spiel des Tages (1:25-Niederlage gegen Gastgeber Heidelberg, Tor durch Julian Lippold) erhielten wir jedoch eine Lektion über die wahnwitzigen Leistungsunterschiede in der Bundesliga Süd. Dies setzte sich an den folgenden Spieltagen nahtlos fort.

Unglückliche Niederlagen wie beispielsweise gegen Tübingen wechselten sich ab mit handfesten Packungen gegen Mannschaften wie Stuttgart oder München, deren Spiel uns wie von einem anderen Stern vorkam. Am zweiten Spieltag setzte es in Tübingen ein 3:5 gegen die Gastgeber sowie ein 4:18 gegen die Münchner Reserve. Das war jedoch noch lange nicht der Tiefpunkt, denn am dritten Spieltag erwartete uns die Mutter aller Klatschen.

Der Spieltag in Stuttgart ist wohl bis heute allen Gründervätern im Gedächtnis geblieben. Mit Zug, Bahn und Bus reisten wir an, um im ersten Spiel gegen Karlsruhe eine vernichtende Niederlage (5:18) zu kassieren und anschließend wegen eines parallel stattfindenden Hockey-Spiels vier Stunden im Nieselregen für eine 0:29 (!) Packung gegen die Gastgeber auszuharren. Es folgten noch Niederlagen gegen Stuttgart B und München A, doch das war zweifellos der absolute Tiefpunkt einer Debüt-Saison, die in Heidelberg so hoffnungsvoll begonnen hatte.

Die Zahlen waren vernichtend: ein Sieg, sieben Niederlagen, 17: 133 Tore, neunter und letzter Platz in der damaligen Bundesliga-Süd. Unser Optimismus hatte ordentliche Delle genommen, doch aufgeben wollten wir noch lange nicht. Der eine oder andere unkende Mitbewohner („und dafür trainiert ihr jetzt drei mal die Woche?“) wurde zum schweigen gebracht und wir waren bereit noch härter zu arbeiten wie das weihnachtliche Grußwort von Captain Manu beweist.

Würzburgs „Goldene Generation

Werbeplakat für das WS 09/10 – man beachte die Trainingszeiten

Doch klar war auch: Trainingseinheiten zu dritt oder zu fünft würden uns nicht dabei helfen, in dieser Liga mithalten zu können. Wir hatten diesen Sport in kürzester Zeit liebgewonnen und wussten: Um ihn sinnvoll betreiben zu können, mussten wir möglichst schnell möglichst viele Würzburger mit dem Lacrosse-Virus infizieren. Wir fuhren also parallel zu unserem Debüt in der Liga marketingtechnisch die ganz großen Geschütze auf (siehe rechts) und das sollte sich alsbald auszahlen.

In den ersten Trainingseinheiten des Wintersemesters 2009/2010 wiederholte sich der Boom des Vorjahres. Plötzlich stand da eine ganze Meute und stellte uns vor ganz neue Herausforderungen. Bisher waren wir Autodidakten gewesen, selbst noch blutige Anfänger und plötzlich mussten Trainingseinheiten und Ausrüstung für 15 oder mehr Wissbegierige organisiert werden. Dabei waren wir selbst noch alles andere als organisiert: erst wenige Wochen hatten wir bei einem der ersten offiziellen Teamabende im Schelmenkeller Manu zum Kapitän gewählt, um Ludwig zu unterstützen, aber das war’s auch schon mit der Organisation.

Auch wenn oder gerade weil viel improvisiert wurde: Spaß hatten alle und zwischen Ligabetrieb, Rookie-Trainings und Team-Abenden zu viert mit einem Kasten Bier in der FTW-Kabine oder an der Bar im Laby war der Pioniergeist stets mit Händen zu greifen. Vielleicht war das der Grund dafür, dass die Rookie-Generation aus dem Oktober 2009 mit den Gründervätern so schnell und nachhaltig zu einem Fundament zusammenwuchs, auf dem Würzburg Lacrosse bis heute steht. Vielleicht nennen sie Nostalgiker deshalb bis heute die „Goldene Generation“, den ihre Namen hallen auch heute noch in der lokalen und nationalen Lacrosse-Szene nach wie Donnerschläge:

  • Matze Stolte (Meistertrainer, Ligaleitung Süd, DLaxV Manager des Jahres 2017, Legende)
  • Basti Rödig (Meistertrainer, heute Berlin)
  • Charly Kusch (Landesliga-Meister, Box-Natio)
  • Thomas Niepel (Landesliga-Meister, Ligapokalsieger, Box-Natio, heute Freiburg)
  • Flo Pinzner (Landesliga-Meister, Ligapokalsieger, Captain)
  • und ein wenig später: MGS (Privatier)

Der Rookie-Jahrgang 2009 zusammen mit den „alten Hasen“ beim Training am Hubland